Mindelsee
Naturschauplatz Ried
Der See aus der Eiszeit
Eingebettet in die Drumlinlandschaft des Bodanrücks liegt der Mindelsee, eine Hinterlassenschaft des einst mächtigen Rheingletschers. Vor rund 15.000 Jahren entstand er als Zungenbeckensee aus dem Schmelzwasser des sich zurückziehenden Gletschers.
Seit dem späten Mittelalter wurde der Wasserspiegel immer wieder für den Torfabbau abgesenkt. Der Mindelsee war damals deutlich größer als heute. Inzwischen ist der See stark verlandet und bildet ein einzigartiges Biotop. Die angrenzenden Feuchtgebiete und Moorflächen bieten seltenen Tieren und Pflanzen wertvolle Lebensräume. Auch Zugvögel nutzen den Mindelsee als wichtige Station und Rastplatz auf ihren langen Reisen.
Schon gewusst?
Was ist ein Zungenbeckensee?
- Während der letzten Eiszeit schoben sich riesige Gletscher über das Land.
An ihrer Spitze hatten sie oft eine lange „Gletscherzunge“. Sie war so schwer,
dass sie den Boden tief ausschürfte und ein Becken bildete. Als der Gletscher
schmolz, füllte sich das Becken mit Wasser. Bekannte Zungenseen sind z. B. der
Titisee, Starnberger See oder Gardasee. - Im Mindelsee gibt es Riesen-Welse! Der größte vor Jahren gefangene Wels war
2,40 m lang und 90 kg schwer. Der nachtaktive Bodenfisch nutzt zum Jagen sein
Gehör sowie seinen feinen Tast- und Geruchssinn. Sogar kleine Wasservögel
kann der europäische Wels erbeuten.
Klappe auf
- ein weiteres Kapitel im Film „Naturreichtum auf dem Bodanrück“