Galgenacker
Schon gewusst? - "Die Toten vom Galgenacker"
„Die Toten vom Galgenacker“ - Zeugen einer düsteren Vergangenheit
Jahrhundertelang lag ein finsteres Kapitel unter dem Ackerboden zwischen Allensbach und Hegne. Auf einer kleinen Waldlichtung nahe dem See stand noch bis ins 19. Jhd. der Allensbacher Galgen, der Richtplatz der Reichenauer Klosterherrschaft.
Er bestand aus zwei gemauerten Pfeilern, rund 4,2 Meter hoch, verbunden durch einen hölzernen Querbalken – ein entsetzlicher Schauplatz der damaligen Strafjustiz. Archivquellen belegen, dass hier vom 16.-18. Jhd. etwa 45 Todesurteile durch Hängen, Enthaupten, Rädern oder Verbrennen vollstreckt wurden.
Bei archäologischen Untersuchungen im Jahr 2020 konnten die Galgenfundamente und zahlreiche Skelettreste der an der Richtstätte verscharrten Delinquenten dokumentiert und gesichert werden. Zudem wurden einige Gruben mit Brandresten und verbrannten menschlichen Knochen entdeckt – stumme Zeugnisse einstiger Feuerexekutionen. Aufgrund des Straßenausbaus ist der Ausgrabungsort nicht mehr sichtbar, aber nicht vergessen.
Eine Dokumentation einer grausamen Zeit