Thomas Warndorf: Johann Georg Elser - Spurensuche im Bodenseeraum
Lesung und Vortrag
Veranstaltungsdetails
Am 8. November 1939 scheitert in München Johann Georg Elsers Attentat auf Adolf Hitler. Der Widerstandskämpfer wird am gleichen Abend in Konstanz verhaftet. Da die Gestapo fest davon überzeugt ist, Elser habe „Hintermänner“ gehabt, finden in München und in Berlin lange Verhöre statt. Trotz Folter bleibt Elser dabei, seine Tat allein ausgeführt zu haben. In den sogenannten „Berliner Protokollen“ sagt Elser auch über die Zeit aus, die er im Bodenseeraum an unterschiedlichen Arbeitsstellen verbracht hat. Der Historiker Thomas Warndorf trägt in seinem Vortrag Ausschnitte aus diesen Protokollen vor und geht im Schwerpunkt auf Elsers Leben zwischen 1925 und 1936 am Bodensee ein.
Elsers Denken und Handeln beweist, dass man durchaus rasch in der Lage war, die Verlogenheit der Nationalsozialisten zu durchschauen. Zugleich enttarnte er all jene, die behaupteten, von nichts zu wissen. Mit großem Mut ertrug er die Konsequenzen, die sich für ihn aus seinen Überzeugungen ergaben. Elser wurde kurz vor Kriegsende ermordet.
In der Bundesrepublik der Nachkriegszeit wurde Elser noch lange Zeit verachtet und als „Verräter“ gebrandmarkt. Erst seit einigen Jahren wird seine Tat als ein leuchtendes Beispiel für das Menschenrecht auf Widerstand anerkannt und gewürdigt.
Weitere Informationen
www.vhs-landkreis-konstanz.de/index.phpTickets
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