"Stonehenge" im Bodensee?
Die rätselhaften "Hügeli" und weitere archäologische "Frischfänge" aus dem Bodensee
Die AGA, der Heimatgeschichtsverein, lädt ein zu einem öffentlichen Vortrag von: PD Dr. habil. Urs Leuzinger, Leiter Museum für Archäologie, Frauenfeld
Am Freitag, dem 16. Oktober 2026 um 19 Uhr im Pfarrsaal Allensbach
Bei der Tiefenvermessung des Bodensees entdeckte das Institut für Seenforschung Langenargen 2015 über 170 hügelartige Strukturen entlang des südlichen Bodenseeufers. Die Steinschüttungen liegen in der Flachwasserzone und bilden eine regelmäßige, uferparallele Reihe. Sie haben Durchmesser von 15 bis 30 m. Archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass die Steine wahrscheinlich in der Jungsteinzeit, vor ca. 5500 Jahren, aufgeschüttet wurden. Nach wie vor bleibt rätselhaft, weshalb die Pfahlbauer diese hochgerechnet 78'000 Tonnen bzw. über 60 Millionen Steine im See aufschütteten. Waren es Fischfallen, ein Kalenderwerk oder Ritualorte für Bestattungen?
Im zweiten Teil des Vortragswerden einige aktuelle archäologische Forschungsergebnisse aus dem See vorgestellt.
Bildlegende: Taucharchäologische Untersuchung von "Hügeli 156" in der Flachwasserzone vor Güttingen im Kanton Thurgau. Foto: AATG, Thomas Keiser.