Kunstschätze der Romanik am westlichen Bodensee
Veranstaltungsdetails
Dr. Franz Hofmann vom Kreisarchiv Konstanz zeigt und erläutert bedeutende Beispiele
Vortragsreihe "WissensWert"
"Romanik" ist eigentlich keine historische Epoche, sondern ein relativ moderner Stilbegriff der Kunstgeschichte. Gemeint ist die Zeit der Salier und der Staufer (ca. 1025–1250). Diese ferne Zeit erscheint uns heute oft in einem mystisch verklärten Licht. So gilt die Romanik landläufig als "das Älteste", was es an mittelalterlicher Architektur und Kunst gibt. Dabei ist dieser Stil nicht aus dem Nichts entstanden – schon vorher gab es längst bedeutende Bauten am Bodensee – und demgegenüber war die "internationale" Formensprache der Romanik etwas Neuartiges.
Dr. Franz Hofmann stellt in seinem reich bebilderten Vortrag die erhaltenen Baudenkmale und Kunstschätze dieser Zeit am westlichen Bodensee in einem kompakten Überblick vor, von der alten Bischofsstadt Konstanz über die Klosterinsel Reichenau und das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen bis hin zu vielen kleineren Sakral- und Profanbauten im Hegau, Thurgau und Linzgau.
Dr. Franz Hofmann studierte Kunstgeschichte, Geschichte des Mittelalters und Wirtschaftsgeschichte in Bamberg und Berlin. Promoviert hat er über Wandmalerei des Trecento in der Toscana. Im Kreisarchiv Konstanz ist er für die Regionalgeschichte des westlichen Bodensees zuständig. Dazu hat er auch zahlreiche Bücher und Aufsätze publiziert. Seit 2002 ist er als Schriftführer Mitglied im Vorstand des Hegau-Geschichtsvereins.
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