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Energietag Baden-Württemberg 2011 - Symposium

Energietag 2011 am 24. September im Kath. Pfarrheim – Bilanz und Ausblick

 

Dieses Jahr fand der Energietag Baden-Württemberg in Allensbach in einem etwas anderen Rahmen statt. Während in den Vorjahren die lokale Handwerkerschaft zeigen konnte, was sie alles zum Energiesparen zu bieten hat, wollte man dieses Jahr im Rahmen eines Symposiums innehalten, die selbst gefassten Ziele in Erinnerung rufen und eine Zwischenbilanz ziehen.  

 

Stefan Werner, der Sprecher der Agendagruppe rief bei der Eröffnung im Kath. Pfarrheim noch einmal die ambitionierten Klimaschutzziele auf Gemeindeebene in Erinnerung und verwies gleichzeitig auf die bereits erzielten Erfolge. So beziehen Bürger und Gemeinde nicht erst seit Fukushima 12,1 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Zwar gibt es hinter dieser Zahl erfreulicherweise eine hohe Dunkelziffer, aber steigerungsfähig ist sie trotzdem. Etwa eine Million Kilowattstunden (kWh) werden durch die Solaranlagen auf dem Gemeindegebiet erzeugt, und auch die thermischen Solaranlagen ersetzen mittlerweile ca. 70.000 Liter konventionellen Heizöls.


Bürgermeister Kennerknecht
rief noch einmal die Zielvereinbarung für das Jahr 2020 für die öffentlichen Liegenschaften in Erinnerung: minus 25 % beim Stromverbrauch, minus 40 % bei der eingesetzten Heizenergie und minus 80 % beim Primärenergieeinsatz. Und er erwähnte, dass man mit zahlreichen Einzelmaßnahmen wie der Umstellung der Heizanlagen oder der energetischen Sanierung auf einem guten Wege sei. Zwar haben einzelne Maßnahmen eine lange Amortisationsdauer, aber unter dem Strich zahle sich das Engagement in den Klimaschutz für die Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht aus. Ein wichtiges Ziel der Gemeinde ist der anstehende Rückkauf der Stromnetze, um diese auch in Eigenregie zu betreiben. Hier hat man sich bereits mit den Gemeinden Reichenau und Bodman-Ludwigshafen zusammen getan.

 

Das Kloster Hegne und die Schmieder-Kliniken,

(vertreten durch Oliver Ritter und Johannes Braun)  zeigten eindrucksvoll , dass Nachhaltigkeit auch dort nicht nur eine leere Worthülse ist, sondern dass man kontinuierlich an dem Ziel der Reduzierung des Energieeinsatzes arbeitet. Das Kloster Hegne konnte durch die zentrale Hackschnitzelheizanlage und weitere Maßnahmen den Heizölverbrauch von ca. 500.000 Litern jährlich auf mittlerweile unter 200.000 Liter herunterfahren. Ähnlich eindrucksvolle Zahlen bei Schmieder: dort betreibt man mittlerweile sieben Blockheizkraftwerke (BHKW). Daher beträgt der Verbrauch pro Bett nur etwa die Hälfte des Bundesdurchschnittes. 

 

Ein im Verhältnis zum Kloster Hegne und den Schmieder-Kliniken eher kleiner Energieverbraucher ist die evangelische Kirchengemeinde. Aber auch hier hat man mit einer energetischen Sanierung des Gemeindehauses und einem kleinen Nahwärmenetz deutliche Einsparerfolge erzielt, wie Robert Conradt zu berichten wusste.

 

Rainer Günter von der Grund- und Hauptschule in Allensbach berichtete vom Energietag an der Schule, welcher zusammen mit der Lokalen Agenda und der EnBW veranstaltet wurde, sowie von weiteren Einzelaktionen wie „Häuser der Zukunft" und der Kindermeilenaktion.

 

Im zweiten Teil des Symposiums stellten verschiedene Experten die Ergebnisse von Untersuchungen vor, die sie im Auftrag der Gemeinde vorgenommen haben. Z. B das Gutachten der Stadtwerke Konstanz zum Energieverbrauch für die Trink- und Abwasserversorgung, welches die Machbarkeit der gewünschten Reduzierung um 25 % aufzeigt.

 

Der Fachgutachter der EnBW, der Einsparpotentiale bei der Straßenbeleuchtung untersuchte, attestierte der Gemeinde, dass sie bereits auf einem guten Wege sei. Gleichwohl sind weiterhin Einsparungen möglich, so beispielsweise durch die bei den Straßenbeleuchtungen marktreife, aber noch teure LED-Technik. Auch für die kommende Umstellung der ab 2015 nicht mehr zulässigen Quecksilberdampflampen sei man gut vorbereitet, da man diese bereits in der Vergangen-heit im Bestand heruntergefahren habe. Till Schaller und Jürgen Holtmann vom [eez] in Allensbach berichteten über den untersuchten und dokumentierten Gebäudebestand der Gemeinde. Diese ist zukünftig in der Lage, Einzelmaßnahmen schon im Vorfeld sehr genau auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.

 

In der abschließenden Diskussion wurde u. a. bemängelt, dass es eine „Dreiklassengesellschaft" bezüglich der Energie-einsparung gibt. Während Eigenheimbesitzer in der Regel die Beratungsmöglichkeiten nutzen und Einsparungsmöglichkeiten realisieren, sieht es bei Mietwohnungen schlechter aus, da es dort meist nicht möglich ist, die hohen Kosten auf die Mieten umzulegen. Das Argument einer energetischen Sanierung ziehe nicht, da Wohnungen auch so „wie geschnitten Brot" weggehen. Problematisch sind auch Eigentümergemeinschaften, die meist auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Letztendlich sei hier der Gesetzgeber gefragt, die entsprechenden Rahmenbedingungen und Mindeststandards zu setzen.

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