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Allensbach wird „Klimaneutrale Kommune“

Die ersten neun Kommunen in Baden-Württemberg wollen klimaneutral werden. Allensbach ist dabei. Das Land unterstützt die Preisträger des Wettbewerbs mit einem Zuschuss von 70 Prozent für Machbarkeitsstudien.

Bürgermeister Kennerknecht und Stefan Werner bei der Preisverleihung durch Umweltministerin Tanja Gönner am 20.12.2010

Zusammen mit den Städten Karlsruhe, Freiburg, Ludwigsburg, Horb am Neckar, Lörrach, Emmendingen, Staufen und der Gemeinde Aspach ist Allensbach auf dem Weg klimaneutral zu werden. Die Gemeinden sind als Sieger eines Wettbewerbs des Umweltministeriums aus 21 Kommunen ausgewählt worden.

"Immer mehr Städte und Gemeinden engagieren sich im Klimaschutz. Die klimaneutralen Kommunen sollen als gute Beispiele Schule machen", erklärte Umweltministerin Tanja Gönner am 20. Dezember 2010 in Stuttgart.

Das Land unterstützt die Kommunen in einem ersten Schritt mit 70 Prozent der notwendigen Mittel, um in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde mit Gutachtern ein Konzept zu erstellen. Es soll Modellprojekte geben, in denen Wege aufgezeigt werden sollen, wie Städte und Gemeinden den CO2-Ausstoß langfristig auf nur noch ein bis zwei Tonnen pro Jahr und Einwohner senken können. Ein Wert, der nach den Erkenntnissen des Weltklimarates als klimaneutral gilt. Zuletzt lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß im Land bei 6,8 Tonnen pro Einwohner und Jahr und im bundesweiten Durchschnitt sogar bei 10,2 Tonnen. Das Land hat hierfür insgesamt zwei Millionen Euro bereitgestellt, für den ersten Schritt sind davon rund 535.000 Euro als Unterstützung für die Preisträger erforderlich.

 

In dem ersten Schritt soll in Studien aufgezeigt werden, welche Rahmenbedingungen für eine klimaneutrale Kommune im konkreten Einzelfall erfüllt sein müssten, welche Maßnahmen notwendig werden und welche Kosten dabei entstünden. "Eine individuelle Machbarkeitsstudie wird dann als Grundlage für konkrete Umsetzungsschritte dienen", so Gönner. Neben der finanziellen Unterstützung dieser Untersuchungen werden auch erste Projekte, die den Weg zur klimaneutralen Kommune ebnen, unterstützt.

 

"Denn die Kommunen erkennen zunehmend die Potenziale und nehmen eine wichtige Schlüsselrolle ein. Sie verfügen über die notwendigen Gestaltungsspielräume. Gemeinsam können wir Leuchttürme aufzeigen, an denen sich die anderen orientieren können." Die ehrgeizigen Klimaziele seien ansonsten kaum zu erreichen, warnte Frau Gönner. Klimaneutralität soll sich nicht auf kommunale Liegenschaften wie Rathäuser oder Schulen beschränken. „Bei der Klimabilanz soll die gesamte Gemarkung einer Stadt oder Gemeinde einbezogen werden." Es geht darum, alle auf kommunaler Ebene verursachten, energiebedingten CO2-Emissionen zu addieren. Dazu zählten die privaten Haushalte, Industrie und Gewerbe, die öffentliche Verwaltung sowie der Verkehr.

 

Bewerben konnten sich alle interessierten Städte und Gemeinden des Landes. Unterschieden wurde in der Bewertung der eingereichten Anträge in drei Größenkategorien: Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern, Kommunen mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern und Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern. Weitere Informationen im Internet:

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