Schon gewusst?
Alemannengräber auf dem Müllerhof -
Alemannengräber in Kaltbrunn – ein Blick zurückauf dem Müllerhof
Manchmal schreibt der Zufall das Drehbuch: 1978 kam bei Bauarbeiten auf dem Müllerhof in Kaltbrunn ein frühmittelalterlicher Friedhof ans Licht, der Anfang 2000 vollständig wissenschaftlich untersucht wurde.
In 21 schlichten Gräbern fanden Archäologen die Spuren von neun Männern und Knaben sowie von zwölf Frauen und Mädchen, die zwischen 650 und 700 n. Chr. bestattet wurden. Die Grabbeigaben erzählen aus einer längst vergangenen Zeit und ihrer Sozial- und Bestattungskultur. Männer erhielten Waffen wie Sax (Kurzschwerte), Spatha (doppelschneidige Hiebschwerter) oder Gürtel mit reich verzierten Schnallen, während sich in den Frauengräbern Drahtohrringe aus Silber oder Bronze, Ketten und Armbänder mit gelben Perlen, eiserne Gürtelschnallen sowie Bronzebeschläge von Schuhen und Wadenbinden befanden.
Der Bestattungsplatz – ein Ruheort, der für eine kurze Zeit sichtbar wurde und heute nicht mehr zugänglich ist.
Klappe auf!
Ein vergessener Friedhof