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Ein scharfer Fund:

Der Steinzeitdolch von Allensbach

 
 Der Steinzeitdolch von Allensbach

Im Winter 2002/2003 wurde der Bauplatz des heutigen Campingplatzes,am Bodensee gelegen, von Archäologen vom Landesamt für Denkmalpflege untersucht. Etwa 1,5 m unter der Oberfläche stieß man auf Reste einer Pfahlbausiedlung, die um 2913 v. Chr. an dieser Stelle gegründet wurde.

Bei den Grabungen wurde ein einzigartiger Fund gemacht: ein 16 cm langer, perfekt gearbeiteter Feuersteindolch aus einem qualitätsvollen oberitalienischen  Feuerstein und einem vollständig erhaltenen Holzgriff.

Am Seeufer von Allensbach wurden gleich mehrere Pfahlbausiedlungen entdeckt. Zuletzt untersuchten die Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege/RP Stuttgart auf dem Areal des Allensbacher Campingplatzes im Winter 2002/2003 Teile einer jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlung, den Siedlungsplatz „Allensbach-Strandbad“. Für Schlagzeilen sorgte hier ein einzigartiger Fund: ein perfekt gearbeiteter Feuersteindolch mit vollständig erhaltenem Holzgriff. Ein ähnlich gut erhaltenes Exemplar war bislang nur von der Gletschermumie „Ötzi“ bekannt. Während früherer Grabungskampagnen entdeckten die Archäologen bereits Bastsandalen, die zu den wenigen original erhaltenen Schuhen der Steinzeit überhaupt zählen. Solche Funde sind es, die die Pfahlbausiedlungen so besonders machen: Hier blieben dank exzellenter Erhaltungsbedingungen unter Luftabschluss organische Materialien verschiedenster Art jahrtausende lang konserviert. Für bioarchäologische Untersuchungen sind die Voraussetzen daher außergewöhnlich gut. Unter Einsatz moderner archäologischer Methoden und verschiedener naturwissenschaftlicher Spezialdisziplinen ermöglichen die Pfahlbausiedlungen tiefe Einblicke in Lebensweise und Umwelt der Menschen über einen Zeitraum von mehr als 3000 Jahren! Wegen dieser einzigartigen Überlieferungsbedingungen wurden die Pfahlbausiedlungen rund um die Alpen jüngst in die Liste der Welterbestätten der UNESCO aufgenommen. Von den rund 1000 bekannten Fundstätten wählte man 111 der am besten erhaltenden Pfahlbausiedlungen aus. Zu diesen Welterbestätten gehören nun auch die Pfahlbauten von „Allensbach-Strandbad“. Es handelt sich um ein großes und gut konserviertes Siedlungsareal, das von den Menschen der Jungsteinzeit zwischen 3340 und 2820 v. Chr. mindestens sechsmal als Wohnplatz ausgewählt worden war.

 

Die Herkunft des Materials der Allensbacher Dolchklinge belegt zusammen mit anderen Funden, dass die Pfahlbaubewohner am Bodensee schon vor rund 5000 Jahren regelmäßige Kontakte zum südlichen Alpenraum und nach Norditalien pflegten.

 

Nachzulesen auf einer Stele rechts von der Terrasse des Campingplatzes.

 

Mehr Informationen erhalten Sie auch im Heimatmuseum Allensbach (Rathausplatz 2)

www.museum-allensbach.de

 

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