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„Nach mir die Sintflut!“

 

Diesen Gedanken kann sich heutzutage keiner mehr erlauben. Heute leben ungefähr sieben Milliarden Menschen auf der Erde, der Gegensatz von Arm und Reich nimmt dramatisch zu. Drohende Umweltkatastrophen, begrenzte Ressourcen an Rohstoffen und Energiequellen mahnen uns umzudenken und Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.

 

Auf dem Umweltgipfel von Rio 1992 haben 179 Staats- und Regierungschefs „nachhaltige Entwicklung“ als Leitidee ausgerufen. Sie erarbeiteten einen umfangreichen Handlungskatalog: Die „Agenda 21“. Das Ziel war: Mehr Gerechtigkeit  zwischen den Nationen und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen für diese und zukünftige Generationen.

 

Was bedeutet eigentlich „Nachhaltigkeit“?

 

Jede Generation sollte nur so viel der weltweiten Ressourcen wie Energieträger, sauberes Wasser, Land, saubere Luft verbrauchen oder benutzen, wie in ihrer Lebensperiode wieder erneuerbar ist. Nachhaltiges Wirtschaften zielt nicht nur auf den momentanen Vorteil, sondern schließt ökologische und soziale Aspekte sowie die Lebensperspektiven zukünftiger Generationen mit ein.

 

Was haben wir damit zu tun?

 

Wir leben heute in einer globalisierten Welt. Wir trinken Kaffee aus Kolumbien, verbringen den Urlaub in fremden Ländern, tragen Kleider, die in Asien genäht wurden und, und, und...

 

Kaum jemand macht sich bewusst, dass Überschwemmungen in Indien, Dürre in Afrika oder Stürme in der Karibik etwas mit unserem Lebensstil zu tun haben. Eine weltweite Erwärmung der Atmosphäre um zwei bis fünf Grad Celsius ist vorausgesagt. Der Meeresspiegel soll bis zu 70 m ansteigen. Meeresströmungen, wie z. B. der Golfstrom, die für unser Klima entscheidend sind, können sich in den kommenden Jahrzehnten verändern oder gänzlich versiegen.

 

Daher ist der Schutz des globalen Klimas eines der wichtigsten Anliegen der „Agenda 21“. 

Im „Kyoto-Protokoll“ von 1997 einigten sich 150 Staaten, u. a. auch die Bundesrepublik Deutschland, darauf, den CO2-Ausstoss bis 2012 um 5 % zu senken. Aber dies ist nur ein kleiner Schritt. Viele Kommunen, Unternehmen und die Bundesregierung möchten den Schadstoff-Ausstoß noch weiter verringern. Daher wurde beschlossen, die Ziele der „Agenda 21“ auch auf Gemeindeebene umzusetzen, in Form der „Lokalen Agenda 21“.

 

Was macht die „Lokale Agenda 21 Allensbach“?

 

Auch die Gemeinde Allensbach hat sich diesen Zielen verschrieben. Im November 2001 wurde die „Lokale Agenda Allensbach“ aus der Wiege gehoben. Bei diesem Bürgerforum konnten alle Einwohner ihre Ideen zur nachhaltigen Entwicklung in Allensbach einbringen. Bei einer zweiten Veranstaltung im Februar 2002 bildeten sich drei Arbeitskreise heraus mit folgenden Schwerpunkten:

 

  1. Energie, Ressourcen, Klimaschutz
  2. Verkehr, Landschaft, Tourismus
  3. Familie und Freizeit
    etwas später wurde noch folgender Arbeitskreis gegründet:
  4. Gesundheit
    im Jahr 2013 bildete sich der Arbeitskreis
  5. Jung und Alt füreinander

 

Der Arbeitskreis ‚Energie, Ressourcen, Klimaschutz’ bemüht um eine Verbesserung des Klimaschutzes durch Schonung der natürlichen Ressourcen und fossilen Brennstoffe und durch die Bildung eines gesteigerten Umweltbewusstseins bei den Allensbacher Bürgern. Der Arbeitskreis ‚Verkehr, Landschaft, Tourismus’ möchte zum Erhalt unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft in Allensbach vor allem durch Steuerung und Vermeidung von Autoverkehr und durch sanften Tourismus beitragen. Der Arbeitskreis ‚Familie und Freizeit’ kümmert sich vor allem um die Belange der Kinder in unserer Gemeinde. Der Arbeitskreis ,Gesundheit' will über die gesundheitlichen Risiken im Alltag und deren Vermeidung aufklären. Der Arbeitskreis Jung und Alt füreinander strebt eine Vernetzung der Generationen und eine Verknüpfung bereits vorhandener Institutionen untereinander an.

 
 
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