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Mühlenweg - das Museum

 

Eine lange Vorgeschichte und ihr glücklicher Ausgang

 

Mit der Eröffnung des Mühlenweg Museums Allensbach kommt eine Vorgeschichte zu ihrem Ende, die ins Jahr 2006 zurückgeht. Anlässlich der Allensbacher Ausstellung mit Bildern von Elisabeth und Fritz Mühlenweg, beschrieb damals der Libelle-Verleger Ekkehard Faude in der Eröffnungsrede Leben und Werk der Mühlenwegs an Hand von Räumen eines imaginären Museums. Die Vorstellung einer realen Stätte für Begegnung und Werk des Autors und Malers, der die künstlerische Hälfte seines Lebens in Allensbach verbracht hatte ließ Sabine Schürnbrand, die vielfältig engagierte Leiterin des Kultur- und Verkehrsbüros, nicht mehr los und auch in Bürgermeister Helmut Kennerknecht fand diese Idee einen Befürworter. Der Gemeinderat stimmte einhellig dem Vorhaben zu und sorgte in der Fortentwicklung für eine Aufstockung der Mittel.

 

Das Projekt fand zudem die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg: Dr. Schmidt, der Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen des deutschen Literaturarchivs Marbach, nahm es in das in Deutschland einzigartige Programm von Literatur-Museen auf. Dadurch erhielt die Gemeinde einen Zuschuss. Zugleich kommt das Mühlenweg Museum in einen größeren Kontext. Es ist dank dieser Förderung mit dem Wieland-Museum in Biberach, dem Hermann Hesse-Museum in Gaienhofen, dem Hebel-Museum in Hausen oder dem Schillerhaus in Marbach verbunden und Teil der literarischen Radwege des Literaturlandes Baden-Württemberg.

 

Idee trifft auf Raum

 

Als im Sommer 2009 im Allensbacher Bahnhof Räume frei wurden, ergab sich  ein hervorragender Ort für ein eigenständiges Museum.  Von diesem Bahnhof aus war Fritz Mühlenweg jeweils zu seinen Vortragsreisen aufgebrochen, die ihn ab 1950 in Kontakt mit mehr als dreißigtausend seiner begeisterten Leserinnen und Lesern brachten. Die räumliche Anbindung an das Kultur- und Verkehrsbüro ermöglicht eine Öffnung an bis zu sechs Tagen der Woche.

 

Für die inhaltliche Arbeit, zu der auch die Beschaffung der Exponate und alle erklärenden Texte zählen, konnte die Gemeinde den Mühlenweg-Kenner und Verleger Ekkehard Faude gewinnen. Mit der konzeptionellen Umsetzung und Gestaltung der Räume wurde Claudia Gnädinger vom Büro Gnädinger und grafik design beauftragt. Dank Sponsoren, wie z.B. des professionellen Sprechers Patrick Blank, der die Hörstationen einlas, der Filmschaffenden Willy Meyer und Kristian Knaps, ehrenamtlicher Unterstützer und nicht zuletzt dank der großzügigen Bereitstellung von Originalen – vor allem durch die Familie Mühlenweg und das Franz Michael-Felder-Archiv in Bregenz, in dem der Nachlass bewahrt wird, ist so eine unverwechselbare Ausstellung und Attraktion der Bodenseekultur geschaffen worden.

 

Wüsten-Ski, Glas-Dias und Schreiben in Zeiten vor dem Computer

 

Das Mühlenweg Museum bietet in fünf Räumen und im Eingangsbereich vielerlei Zugänge zu einer sehr erstaunlichen Persönlichkeit. Ein Medienmix aus Hörinstallationen, Textstellen, historischen Fotos und Dokumenten, mit Filmausschnitten aus der Gobi-Expedition und mit Originalbildern des Malers. Einzigartige Erinnerungsstücke werden sichtbar: Die Ski, die der erfahrene Sportler in die Wüste Gobi mitnahm. Sein Notizbuch mit den ersten mongolischen Wörtern. Der Schreibtisch, an dem er ab 1949 sein Meisterwerk zu Ende schrieb. Und der schwere Holzkasten mit den Glas-Dias seiner Mongoleifotos, die er auf seinen Vortragsreisen mit sich führte.

 

Wer sich für die Kulturgeschichte des Bodenseeraums interessiert, bekommt Einzelheiten zur Vernetzung in der Region zu sehen: Mühlenwegs Freundschaft mit Otto Dix in Hemmenhofen, Julius Bissier in Hagnau und den Konstanzer Malern.

Anschaulich wird das Schreibhandwerk in der Epoche vor dem Computer am Beispiel seines Romans „In geheimer Mission durch die Wüste Gobi“. Von den Verbesserungen im Ur-Manuskript bis zu den Übersetzungen in acht Sprachen. Texte bleiben veränderbar, sogar über den Tod des Autors hinaus. Auch diese Einsicht wird in der Ausstellung vermittelt.

 

(Text: E. Faude/Kultur- und Tourismusbüro)

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