Allensbach hat's
HomeHomeSucheSucheÜbersichtÜbersichtKontaktKontaktImpressumImpressum
Allensbach hat's
Energie Ressourcen Klimaschutz | Familie Freizeit | Gesundheit | Jung und Alt füreinander | Verkehr Landschaft Tourismus

Forum Bodanrückhalle
Einweihung Solardach
Suserfest
Weihnachtsmarkt
Solarfest
Plenum Foyer
Anerkennungspreis
Kindermeilen
Energie-Musterkommune
Klimaneutrale Kommune
Walderlebnispfad

 
Protokoll Forum vom 14.10.2002

Vorsitz:                         Bürgermeister Kennerknecht

 

Moderation:           Dr. Tillmann Stottele und Dr. Antje Boll

 

Verwaltung:                 Herr Waßmer

 

Landratsamt:               Frau Breitsameter-Grössl

 

Protokoll:                     Dr. Antje Boll

 

 

 

Ort:                               Foyer Bodanrückhalle, Allensbach

 

Beginn:                        19.00 Uhr

 

Ende:                            22.00 Uhr

 

 

 

Am 14.10.2002 präsentierten die Arbeitskreise der lokalen Agenda 21 Allensbach die ersten Ergebnisse Ihrer Arbeit in der Bodanrückhalle.Geladen waren alle interessierten Bürger sowie die Gemeinde- und Ortschaftsräte der Gemeinde Allensbach. Mit 75 Teilnehmern hatte die Veranstaltung eine große Resonanz in der Bevölkerung. Auch Gemeinde- und Ortschaftsräte waren zahlreich vertreten.

 

 

 

 

 

Begrüßung und Einführung: 

 

Die Begrüßung der Anwesenden erfolgte durch Bürgermeister Kennerknecht. Er ließ die Entstehungsgeschichte der Lokalen Agenda 21 in Allensbach kurz Revue passieren (Beschluss des Gemeinderates 2001; Auftaktveranstaltung am 26. Nov. 2001 mit einer ersten Ideensammlung; Bildung der Agendagruppen und Zielfindung am 26. Feb. 2002). Herr Kennerknecht lobte ausdrücklich das große Engagement der Agendamitglieder und die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

 

Danach übernahm Dr. Tillmann Stottele vom Amt für Umwelt- und Naturschutz in Friedrichshafen und dortiger Koordinator der lokalen Agenda 21 die Regie des weiteren Abends. Herr Stottele zeigte sich begeistert wie viele Projekte in dem guten halben Jahr seit Bestehen der Agendagruppen auf den Weg gebracht wurden. 

 

Ebenfalls vorgestellt wurde Frau Breitsameter-Grössl von der Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement im Landkreis Konstanz. Sie bot spontan ihre Hilfe beim konkreten Projekt ‚Flüchtlingskreis’ von Frau Binnig an und sagte zu, die Lokale Agenda Allensbach im Rahmen ihrer Tätigkeit als Koordinatorin für bürgerschaftliches Engagement für den Landkreis zu unterstützen.

 

 

Vorstellung und Diskussion der Agendaprojekte:

 

Jede Agendagruppe wurde von Frau Dr. Boll, der Agendabeauftragten der Gemeinde Allensbach, mit ihren Zielen, Strategien und den bereits in Angriff genommenen Projekten vorgestellt. Danach hatten die Sprecher der Gruppen das Wort.

 

 

Arbeitskreis ‚Energie, Ressourcen, Klimaschutz’: 

 

Förderung regenerativer Energien:

 

Herr Stefan Werner erklärte den Zuhörern, dass der Arbeitskreis durch die Installation eines Solarkraftwerkes auf einem öffentlichen Dach und die Nutzbarmachung der Wasserkraft der oberen Mühle regenerative Energieträger in Allensbach fördern will. 

 

Durch die Aktion ‚Ökostrom von unten’ sollen möglichst viele Allensbacher Bürger davon überzeugt werden, ihren Strom von alternativen Anbietern aus regenerativen Energieträgern zu beziehen. Herr Werner bietet dazu seine Beratung bei der Wahl des geeignetesten Stromanbieters an. Der aktuelle Stand (Anteil der Ökostrombezieher und bereits eingespartes CO2 in Tonnen) werden monatlich im Gemeindeblatt veröffentlicht.

 

Steigerung des Umweltbewusstseins:

 

Gleichzeitig werden im Gemeindeblatt von Allensbach monatlich Stromspartipps und Tipps zur CO2–Reduktion veröffentlicht.

 

Arbeitskreis ‚Freizeit und Familie’:

 

 

Ganztagsbetreuung:

 

Frau Priska Ertl beleuchtete die derzeitige Betreuungssituation für Kindergarten- und Grundschulkinder in Allensbach und berichtete über die Probleme von berufstätigen Müttern oder Alleinerziehenden, wenn eine Ganztagsbetreuung fehlt. 

 

Danach stellte sie das Konzept vor, das die Agendagruppe für Allensbach favorisiert. Beim ‚Hagnauer Modell’ handelt es sich um ein Kinderhaus, das eine flexible Ganztagsbetreuung auch während der Ferienzeiten für Kinder zwischen 3 und 10 Jahren anbietet. Eine Voranmeldung ist bei diesem Kinderhort nicht erforderlich. Lediglich für das Mittagessen muss eine Bestellung bis 9:00 Uhr des selben Tages vorliegen. Abgerechnet wird stundenweise, plus Geld für das Essen. Hier könnten nicht nur Allensbacher Kinder, sondern auch Kinder von Urlaubern betreut werden. 

 

Zunächst will die Gruppe eine Bestandsaufnahme per Fragebogen machen, der sowohl im Gemeindeblatt veröffentlicht als auch den betroffenen Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern über die Gemeinde zugesandt werden wird. 

 

Wenn der Bedarf festgestellt wird, kann eine weitere Bearbeitung (Finanzierungskonzept, Räumlichkeiten etc.) erfolgen, um das Projekt möglichst schnell dem Gemeinderat vorzustellen. 

 

Diskussion: Die Ausweitung der Betreuung auch für Kinder unter 3 Jahren wurde vom Arbeitskreis zunächst ausgeklammert, da der Bedarf zunächst fraglich erschien und man nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Spielgruppen treten wollte.

 

Flüchtlingskreis:

 

Frau Binnig berichtete aus ihrer 8jährigen Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit (Hilfsgütersammlung, Deutschunterricht und Nachhilfe für ausländische Schüler, Hilfe bei Behördengängen etc.). In der letzten Zeit hat sich die Arbeit mehr in eine Integrationsarbeit gewandelt. Es sollen neben den Deutschkursen auch Integrationskurse angeboten werden. Spontan suchte sie eine 4-5 Zimmerwohnung für eine Flüchtlingsfamilie und eine Lehrstelle für einen jugendlichen Flüchtling. Sie bat das Publikum dafür um Unterstützung. 

 

Arbeitskreis ‚Wirtschaft und Tourismus’: 

 

Wochenmarkt neu am Freitag Nachmittag:

 

Frau Gabriele Sperling berichtete, dass sich der Arbeitskreis um die Aufwertung des Wochenmarktes kümmert (vermehrt regionale- und Bioprodukte sowie Waren aus dem ‚Transfair-Handel’). Der Termin des Marktes (Donnerstag Vormittag) erscheint für viele Berufstätige ungünstig. Daher ist zu überlegen, den Markt auf Freitag Nachmittag zu verlegen. Der Markt soll durch zusätzliche Angebote wie ein Marktcafe, Imbiss und Aktionen von wechselnden Gruppen attraktiver gemacht werden. 

 

Außerdem möchte sich der Arbeitskreis um eine bessere Tourismus- Infrastruktur (Gastronomie mit regionalen Produkten; ‚sanfter’ Tourismus; erweitertes Bettenangebot, Rathausplatz als ‚Piazza’ von Allensbach), den Rad- und Wandertourismus und den Wirtschaftsstandort Allensbach bemühen. 

 

Fragebogenaktion:

 

Herr Oliver Kohl stellte anschließend die Ergebnisse der Fragebogenerhebung im Gemeindeblatt zum Thema ‚Markt’ vor. Insgesamt wurden 117 Fragebögen zurück gesandt. 

 

Die Mehrheit der Befragten sprach sich für eine Verlegung des Wochenmarktes von Donnerstag Vormittag auf Freitag Nachmittag aus, nur knapp 30 % waren für die Beibehaltung des jetzigen Termins. Die Hälfte der Befragten, die selten oder nie auf dem Markt einkaufen, gab den ungünstigen Termin als Haupthinderungsgrund an. Besonders gewünscht wurden folgende Angebote: Produkte aus der Region, Fisch; ausländische Spezialitäten und ein Imbiss.

 

 

 

Arbeitskreis ‚Siedlung, Verkehr und Landschaft’: 

 

Wanderwege und Radwege:

 

Herr Burchardt berichtete, dass eine kleine Untergruppe von 4 Personen, sich zum Ziel gesetzt hat, bis zu 12 Rundwanderwege unterschiedlicher Länge in der Allensbacher Gemarkung zu kennzeichnen. Die Arbeit wolle man sich unter Umständen mit dem Schwarzwaldverein teilen, der sich um die Beschilderung und die Pflege von Fernwanderwegen kümmert. Die fraglichen Strecken wurden bereits abgegangen und katalogisiert. Im Moment ist der Arbeitskreis mit den rechtlichen Voraussetzungen beschäftigt. Eine Aufgabe bei der auch der Revierförster Herr Kreuz seine Hilfe angeboten hat.

 

Beschreibungen der Rundwanderwege sollen später im Verkehrsbüro ausgelegt werden. 

 

Diskussion: Es wurde angeregt, die Kennzeichnung der Wege mit Symbolen vorzunehmen, um auch Personen mit einer Farbsehschwäche die Orientierung zu ermöglichen. 

 

Car-Sharing:

 

Herr Thaler stellte der Versammlung ein Konzept der ‘intelligenten Mobilität’ (aus öffentlichem Nahverkehr, Förderung des Radverkehrs, sicheren Fußwegen und Car-Sharing) vor. Als erstes Projekt will man versuchen, ein Fahrzeug für Car-Sharing in der Gemeinde Allensbach zu installieren. Ca. 8 Interessenten für die gemeinsame Nutzung haben sich bereits gemeldet. Dazu müsste ein eigener Verein gegründet werden oder man könne sich einem bereits bestehenden Verein (z.B. Konstanz oder Radolfzell) anschließen und so deren Infrastruktur und Wissen nutzen. Auch ökonomisch ist das Car-sharing sehr interessant, vor allem für ‚Wenig-Fahrer’, für Selbstständige oder als Alternative zum Zweitwagen. 

 

Bald möchte sich der Arbeitskreis auch anderen Themen, wie Fächenentsiegelung und Regenwassernutzung sowie ökologischen Wohnbauprojekten zuwenden. 

 

Diskussion: Es wurde angeregt, auch eine Sharing-Initiative für übertragbare VHB-Abonnements zu gründen. Dazu sagte Herr Kennerknecht, dass die Gemeinde dies in früheren Jahren bereits versucht hätte, der Verwaltungsaufwand sei jedoch zu groß gewesen. 

 

 

 

Abschlussdiskussion: 

 

Während der Pause hatten alle Teilnehmer der Versammlung die Möglichkeit, ihre Meinung zur bisherigen Agenda-Arbeit und zu den Projekten auf vorbereiteten Kärtchen schriftlich zu äußern. Herr Dr. Stottele ordnete die Kommentare im Anschluss verschiedenen Rubriken (Erfahrungen, Wünsche und Anregungen an die Agenda, Anträge an den Gemeinderat) zu.

 

Erfahrungen: 

 

Die Erfahrungen mit der Lokalen Agenda 21 wurden von allen Teilnehmern als positiv bewertet. Besonders gelobt wurde die gute, konstruktive Zusammenarbeit und die fairen Diskussionen innerhalb der Agendagruppen sowie die gute Zusammenarbeit und das ‚offene Ohr’ der Verwaltung. Hüten sollte man sich allerdings vor einer Bürokratisierung.

 

 

Wünsche und Anregungen: 

 

Die Teilnehmer wünschen sich, dass der Gemeinderat weiterhin großes Interesse an der Agenda zeigt und die Vorschläge wohlwollend begutachtet und unterstützt. Außerdem sollte noch häufiger als bisher im Gemeindeblatt über den Fortgang der Projekte informiert werden. Dies soll durch ¼ jährliche Berichte der Arbeitskreise geschehen. Auch der Informationsfluss zwischen den Agendagruppen soll über die Beauftragte der Gemeinde verstärkt werden, um Synergien zu fördern. Eine klarere Definition der Ziele in der Agenda-Arbeit soll die globale Bedeutung der Tätigkeit in Allensbach unterstreichen. 

 

Einige Teilnehmer waren der Meinung bestimmte Themen aus der ersten Veranstaltung sollten von den Agendamitgliedern wieder aufgegriffen werden. Daraufhin erwiderte Herr Dr. Burchardt mit einem Plädoyer „die Agenda sei kein Selbstbedienungsladen, bei dem bestimmte Themen in Auftrag gegeben werden. Wenn jemand der Meinung sei, dass die Schwerpunkte der Arbeit anders gesetzt werden müssten, so solle er sich einem der Arbeitskreise anschließen und seine eigene Arbeitskraft für das gewünschte Thema einbringen." Dies wurde auch von allen anderen Agendateilnehmern befürwortet.

 

 

Anträge an den Gemeinderat: 

 

In der Versammlung wurde beschlossen, mit folgenden Themen möglichst rasch an den Gemeinderat heranzutreten:

 

 

 

1. Arbeitskreis ‚Energie, Ressourcen, Klimaschutz’:

  • Solarkraftwerk auf einem öffentlichen Dach

 

 

 

2. Arbeitskreis ‚Familie und Freizeit’:

  • Eine Eingabe an den Gemeinderat soll erst nach einer ausführlichen Bedarfserhebung und der Ausarbeitung eines Kostenrahmens mit der Angabe verschiedener Referenzobjekte erfolgen.

 

 

 

3. Arbeitskreis ‚Wirtschaft und Tourismus’:

  • Verlegung des Wochenmarktes auf Freitag Nachmittag
  • Anschaffung von zwei Marktständen
  • Neues Marketing für den Wochenmarkt

 

 

 

4. Arbeitskreis ‚Siedlung, Verkehr und Landschaft’:

  • Stellplatz für das Car-Sharing Fahrzeug
  • Gemeinde als Nutzer des Fahrzeugs
  • Vorstellung des Wegekonzepts

 

zum Seitenanfang

Impressum |
© Gemeinde Allensbach | Rathausplatz 1 | 78476 Allensbach
Telefon: +49 7533 801-0 | Fax: +49 7533 801-12
Email: gemeinde@allensbach.de
Realisiert mit CMS add.min